Nach dem geglückten "Wunder vom Niederrhein", dem Klassenerhalt in letzter Sekunde, geht der Blick Richtung Zukunft.
Am heutigen Sonntag fand die lage erwartete Jahreshauptversammlung 2011 statt. Aufgrund des großen Interesses musste man knapp 45 Minuten später als geplant beginnen. Nach den obligatorischen Abhandlungen der Tagesordnungspunkte wurde es spannend, als erst Präsident Rolf Königs und danach Manager/ Sportdirektor Max Eberl ihre Reden hielten. Vor allem Königs musste sich viele Pfiffe anhören und großer Kritik stellen. „Ich verstehe nach dieser turbulenten Saison den Unmut der Fans. Wenn es schlecht läuft, muss es einen geben, der den Kopf hinhalten muss – und das ist bei einem Fußballverein meistens der Präsident. Aber ich bin bis 2013 gewählt und betrachte dieses Amt als Verpflichtung. Ich werde meine Amtszeit erfüllen – vorausgesetzt der Aufsichtsrat sieht das genauso" so Königs. „Dass was wir in den vergangen zwölf Jahren aufgebaut haben, kann sich sehen lassen. Es kommt nicht von ungefähr, dass die DFL unsere Satzung und Struktur als beispielhaft bezeichnet" so Königs weiter.
Max Eberl räumte in seiner Rede Fehler ein: „Wir unser Ziel, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, nicht erreicht haben. Dennoch sind wir stolz, trotz der bekannten Begleitumstände vom Klassenverbleib berichten zu können.“ Über den Trainerwechsel von Michael Frontzeck zu Beginn der Rückrunde hin zu Lucien Favre sagt er: „Wir haben uns in der Winterpause zunächst entschieden, an Michael Frontzeck festzuhalten. Wir waren von seiner Arbeit überzeugt und wollten ihn nicht bei dem ersten Problem rauswerfen – zumal wir immer von Kontinuität reden. Der Trainerwechsel kam für uns zu einem logischen, dem letztmöglichen Zeitpunkt. Wir wussten, dass es mit Lucien Favre möglich ist, den Klassenerhalt zu schaffen. Wir haben die nötigen Punkte spät geholt – aber wir haben sie geholt.“ Für die neue Saison stehe das Grundgerüst der Mannschaft. „Wir wollen nicht nur junge, sondern auch einige arrivierte Spieler“, so Eberl, der viel Applaus für seine Rede bekam.
Der Kassenbericht von Geschäftsführer Schippers fiehl, wie schon vorher bekannt gegeben, Positiv aus. Borussia hat das Geschäftsjahr 2010 mit einem Gewinn nach Steuern von 402.713 Euro abgeschlossen. Der Jahresumsatz lag bei 71,6 Millionen Euro, der Lizenzspieleretat betrug 27,5 Millionen Euro. „Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden“, so Schippers.
Jetzt wurde es Spannend. Der Antrag der "Initiative Borussia" stand zur Wahl. Das Ergebnis der Wahl war allerdings überraschend deutlich! Nur 335 stimmten für, 4269 gegen den Antrag und 165 enthalten sich – damit war der Antrag der Initiative abgelehnt. Stefan Effenberg, der sich erneut nicht den Fragen der Fans stellte, verließ sofort das Stadion. Diese "Flucht" blieb nicht unbemerkt, mit "Aufwiedersehen" und "Ihr könnt nach Hause gehn" Rufen verabschiedeten die Borussia-Fans Effenberg und seine Initiative.
Der gestellte Antrag von der „Mitgliederoffensive 2007/2011“ um deren Sprecher Michael Weigand, der beinhaltete, den Vorsitzenden des Fanprojekts im Ehrenrat zu installieren, wurde, auch auf Empfehlung von Borussias Aufsichtsrat (!), mit überwältigender Mehrheit angenommen: 4.034 der 4.189 noch anwesenden stimmberechtigten Mitglieder stimmen für den Antrag, bei 79 Gegenstimmen und 76 Enthaltungen.
Beim dritten Antrag geht es um die Direktwahl eines Präsidiumsmitglieds. „Wir wollen die dritte Position des sportlichen Vizepräsidenten von der Mitgliederversammlung wählen lassen, um damit das langfristige, sportliche Programm mitzubestimmen“, begründete Weigand den zweiten Antrag der Mitgliederoffensive. „Borussia ist der Meinung, dass die Präsidiumsmitglieder auch in Zukunft von dem von den Mitgliedern gewählten und dazu legitimierten Aufsichtsrat gewählt werden sollte“, entgegnet Bocks (Aufsichtsrats-Vorsitzender). 3417 Mitglieder waren noch im BORUSSIA-PARK und stimmten wie folgt ab: 812 waren dafür, 2267 waren dagegen und 338 enthielten sich. Damit war auch dieser Antrag abgelehnt.
Satzungsänderungsantrag Nummer 4 wurde von den Mitgliedern deutlich angenommen: Dass die Mitglieder über den Verkauf von Vereinsanteilen entscheiden, wollten 3030 der 3055 noch anwesenden Mitglieder, zehn waren bei 15 Enthaltungen dagegen.
Damit endete dann auch eine der wichtigstens JHV der Vereinsgeschichte. Präsident Königs sagte nach der Mitgliederversammlung: "Wir waren davon überzeugt, dass die "Initiative Borussia" für ihren Antrag auf Satzungsänderung eine Ablehnung erfährt. Ich möchte nichts Schlechtes über Stefan Effenberg sagen, er war nur schlecht beraten".
Sonntag, 29. Mai 2011
Montag, 23. Mai 2011
Pressekonferenz vor alles entscheidendem Spiel in Bochum
Ein Spiel. Nur noch ein Spiel, dann ist die Saison für Borussia beendet. Ob als Erst- oder Zweitligist entscheidet sich am Mittwochabend ab 20:30 Uhr beim Relegations-Rückspiel in Bochum.
Borussia hat das Hinspiel durch den Treffer von de Camargo in der Schlussminute mit 1:0 gewonnen und damit vorgelegt. Sicher eine gute Ausgangsposition, aber keineswegs eine komfortable. „Dieses Ergebnis ist nicht schlecht für uns, vor allem weil wir zuhause keinen Gegentreffer kassiert haben. Aber wir sind noch lange nicht durch. Es ist noch alles möglich“, warnte VfL-Coach Lucien Favre in der heutigen Pressekonferenz. Bereits ein Unentschieden würde Borussia reichen, um den Klassenerhalt zu sichern. Dennoch ist der Schweizer keinesfalls darauf bedacht, auf 0:0 zu spielen. „Natürlich ist es wichtig, defensiv gut zu stehen, aber wir wollen den Ball laufen lassen und nach vorne spielen“ sagte Favre.
Die gute Leistung der Bochumer wurde von Favre gewürdigt: „Sie haben es sehr gut gemacht, haben hinten kaum Lücken offenbart, nach Balleroberung schnell umgeschaltet und waren nach Standardsituationen extrem gefährlich. Wir müssen erneut eine Topleistung bringen, um sie zu schlagen“. Der Borussen-Trainer erwartet auch am Mittwoch eine starke Heimmannschaft. Wie die taktische Vorgabe von Bochum-Trainer Funkel aussehen wird, kann er aber nicht voraussagen: „Vielleicht wird Bochum sofort Pressing spielen, vielleicht warten sie auch erst einmal ab. Wir müssen auf alles vorbereitet sein". Dem immer größer werdenden Druck kann die Mannschaft laut Favre stand halten: „Seit ich das Traineramt in Mönchengladbach übernommen habe, standen wir in fast jedem Spiel unter Druck – und die Mannschaft hat gezeigt, dass sie gut damit umgehen kann".
Personell kann Favre bei der schweren Aufgabe im ReWir-Power Stadion fast aus dem Vollen schöpfen. Ein großes Fragezeichen steht nur hinter dem Einsatz von Marco Reus, der sich im Hinspiel einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hat. „Es geht ihm besser, aber er hat nach wie vor muskuläre Probleme. Er wird morgen versuchen, zu laufen oder sogar etwas mehr zu machen, aber ob er spielen kann, entscheidet sich erst kurzfristig vor dem Spiel“, sagte Favre. Sollte Reus ausfallen, könnte ihn Karim Matmour ersetzen. „Nach seiner Einwechslung im Hinspiel war er sofort bereit und hat seine Sache gut gemacht. Das heißt aber nicht, dass er auf jeden Fall von Beginn an spielen würde“, so Favre. Auf die Frage nach der genauen Aufstellung und einem möglichen Einsatz de Camargo´s von Beginn an, antwortete Favre wie gewohnt: "Sie kennen doch meine Antwort schon. Ich werde wie immer erst mit der Mannschaft sprechen".
Die Statistik spricht eindeutig für Borussia, denn in 82 Prozent der Fälle (9 von 11) gewann die Mannschaft die Bundesliga-Relegation, die auch das Hinspiel für sich entscheiden konnte. Ein weiterer Faktor, der für die Favre-Elf spricht: sie hat in den letzten fünf Auswärtspartien nie mehr als einen und insgesamt nur vier Gegentreffer kassiert. Doch das Hinspiel bewies, dass die Bochumer durchaus auf Augenhöhe sind und nun im Rückspiel alles versuchen werden, um diese Statistiken Lügen zu strafen.
Etwa 5.000 Gladbach-Fans werden am Mittwoch die Borussia bei ihrer Mission Klassenerhalt unterstützen. Das Stadion ist mit 30.748 Zuschauern restlos ausverkauft. Da die Nachfrage an Karten auf Gladbacher Seite so hoch ist, hat Borussia für Mittwoch ein Public Viewing im Borussia Park organisiert.
Auf geht´s Borussia! Noch 90, vielleicht 120 Minuten kämpfen, damit unser Traum tatsächlich wahr wird!
Borussia hat das Hinspiel durch den Treffer von de Camargo in der Schlussminute mit 1:0 gewonnen und damit vorgelegt. Sicher eine gute Ausgangsposition, aber keineswegs eine komfortable. „Dieses Ergebnis ist nicht schlecht für uns, vor allem weil wir zuhause keinen Gegentreffer kassiert haben. Aber wir sind noch lange nicht durch. Es ist noch alles möglich“, warnte VfL-Coach Lucien Favre in der heutigen Pressekonferenz. Bereits ein Unentschieden würde Borussia reichen, um den Klassenerhalt zu sichern. Dennoch ist der Schweizer keinesfalls darauf bedacht, auf 0:0 zu spielen. „Natürlich ist es wichtig, defensiv gut zu stehen, aber wir wollen den Ball laufen lassen und nach vorne spielen“ sagte Favre.
Die gute Leistung der Bochumer wurde von Favre gewürdigt: „Sie haben es sehr gut gemacht, haben hinten kaum Lücken offenbart, nach Balleroberung schnell umgeschaltet und waren nach Standardsituationen extrem gefährlich. Wir müssen erneut eine Topleistung bringen, um sie zu schlagen“. Der Borussen-Trainer erwartet auch am Mittwoch eine starke Heimmannschaft. Wie die taktische Vorgabe von Bochum-Trainer Funkel aussehen wird, kann er aber nicht voraussagen: „Vielleicht wird Bochum sofort Pressing spielen, vielleicht warten sie auch erst einmal ab. Wir müssen auf alles vorbereitet sein". Dem immer größer werdenden Druck kann die Mannschaft laut Favre stand halten: „Seit ich das Traineramt in Mönchengladbach übernommen habe, standen wir in fast jedem Spiel unter Druck – und die Mannschaft hat gezeigt, dass sie gut damit umgehen kann".
Personell kann Favre bei der schweren Aufgabe im ReWir-Power Stadion fast aus dem Vollen schöpfen. Ein großes Fragezeichen steht nur hinter dem Einsatz von Marco Reus, der sich im Hinspiel einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hat. „Es geht ihm besser, aber er hat nach wie vor muskuläre Probleme. Er wird morgen versuchen, zu laufen oder sogar etwas mehr zu machen, aber ob er spielen kann, entscheidet sich erst kurzfristig vor dem Spiel“, sagte Favre. Sollte Reus ausfallen, könnte ihn Karim Matmour ersetzen. „Nach seiner Einwechslung im Hinspiel war er sofort bereit und hat seine Sache gut gemacht. Das heißt aber nicht, dass er auf jeden Fall von Beginn an spielen würde“, so Favre. Auf die Frage nach der genauen Aufstellung und einem möglichen Einsatz de Camargo´s von Beginn an, antwortete Favre wie gewohnt: "Sie kennen doch meine Antwort schon. Ich werde wie immer erst mit der Mannschaft sprechen".
Die Statistik spricht eindeutig für Borussia, denn in 82 Prozent der Fälle (9 von 11) gewann die Mannschaft die Bundesliga-Relegation, die auch das Hinspiel für sich entscheiden konnte. Ein weiterer Faktor, der für die Favre-Elf spricht: sie hat in den letzten fünf Auswärtspartien nie mehr als einen und insgesamt nur vier Gegentreffer kassiert. Doch das Hinspiel bewies, dass die Bochumer durchaus auf Augenhöhe sind und nun im Rückspiel alles versuchen werden, um diese Statistiken Lügen zu strafen.
Etwa 5.000 Gladbach-Fans werden am Mittwoch die Borussia bei ihrer Mission Klassenerhalt unterstützen. Das Stadion ist mit 30.748 Zuschauern restlos ausverkauft. Da die Nachfrage an Karten auf Gladbacher Seite so hoch ist, hat Borussia für Mittwoch ein Public Viewing im Borussia Park organisiert.
Auf geht´s Borussia! Noch 90, vielleicht 120 Minuten kämpfen, damit unser Traum tatsächlich wahr wird!
Marco Reus erleidet Muskelfaserriss
Der 1-0 Hinspielsieg in der Relegation gegen den Zweitligisten Bochum wird leicht von der Verletzung des kommenden Nationalspielers getrübt. Schon in der Anfangsphase der Partie am Donnerstag musste Reus mehrmals am Spielfeldrand behandelt werden. Obwohl er nicht verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, stellte man am Freitag bei einer Kernspinuntersuchung einen Muskelfaserriss im Oberschenkel fest.
Damit steht hinter einem möglichen Einsatz im Rückspiel am kommenden Mittwoch ein großes Fragezeichen. Reus wird bis einschließlich Montag intensiv behandelt und absolviert kein Training. Am Dienstag soll es einen Belastungstest geben, der über einen Einsatz entscheidet.
Reus selbst gibt das Spiel aber noch nicht auf: "Noch habe ich Hoffnung", sagte der 21-Jährige. "Und wichtig ist sowieso nur, dass wir die Klasse halten. Alles andere ist zweitrangig".
Dienstag, 17. Mai 2011
Pressekonferenz vor Relegations-Hinspiel
Am kommenden Donnerstag steigt im Borussia-Park das Hinspiel in der Relegation zur Bundesliga. Die Rollenverteilung in der Öffentlichkeit scheint vor den beiden Relegationsspielen zwischen Borussia und Bochum klar zu sein. Doch VfL-Coach Lucien Favre sieht die Chancen dagegen bei 50:50.
„Das Niveau in der Zweiten Bundesliga ist ohne Diskussion sehr hoch. Deshalb ist der Unterschied zwischen dem Tabellensechzehnten der Ersten und dem Tabellendritten der Zweiten Liga nicht allzu groß“, sagte der Schweizer in der heutigen Pressekonferenz. Einen genauen Eindruck über die Leistungsstärke der Bochumer konnte Favre am vergangenen Sonntag selbst live miterleben. Favre war beim 3-1 Sieg des "Blauen VFL" Zaungast. Desweiteren bemühte Favre mehrere Videoanalysen zum Zweitligisten, um sich ein Bild der Bochumer machen zu können. „Die Bochumer stehen für mich verdient auf dem Relegationsplatz. Sie spielen meist ein 4-3-3- oder manchmal auch ein 4-3-2-1-System, sind aggressiv und sehr gut organisiert“, so Favre. „Es wartet ein hartes Stück Arbeit auf uns – und das wissen auch die Spieler.“
In den letzten Tagen gab der Trainer ein dosiertes Trainingsprogramm vor und bat seine Mannschaft nur zu zwei leichten Einheiten auf den Trainingsplatz. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Regeneration: „Das HSV-Spiel war sehr kräftezehrend, deshalb war es sehr wichtig, dass wir danach ein wenig regenerieren“. Im nicht-öffentlichen Abschlusstraining am morgigen Mittwoch dürfte der Fokus vor allem auf Standardsituationen liegen.
Was das Personal anbelangt, kann Favre aus dem Vollen schöpfen. Nur bei Igor de Camargo wird es weiterhin nicht für 90 Minuten reichen. „Er ist noch nicht so weit, dass er über 90 Minuten spielen kann, dennoch ist es sehr gut für uns, dass er wieder dabei ist“, sagte Favre.
„Nach dieser verrückten Saison dürfen wir froh sein, dass wir es nun selbst in der Hand haben, in zwei Finalspielen den Verbleib in der Ersten Bundesliga zu sichern“, meinte Sportdirektor Max Eberl. Der Europacup-Modus ist für Favre kein Grund anders spielen zu lassen als zuletzt. „Es sind jetzt 180 oder 210 Minuten und vielleicht ein Elfmeterschießen, die eine Entscheidung bringen werden, sonst ändert sich aber nicht so viel, denn auch in den vergangenen Wochen war der Druck für uns enorm hoch“, so Favre. „Wir müssen Geduld und Ruhe bewahren, und vor allem hinten sicher stehen, denn Bochum schaltet nach Balleroberung schnell um und hat vorne große Qualität.“
Die Relegation wird mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Dabei gilt die aus dem Europacup bekannte Auswärtstorregel, nach der auswärts erzielte Tore mehr zählen als zu Hause erzielte Treffer. Falls im Rückspiel nach 90 Minuten noch keine Entscheidung gefallen ist, gibt es zwei mal 15 Minuten Verlängerung. Steht danach immer noch kein Sieger fest, findet im Anschluss ein Elfmeterschießen statt.
Also noch zwei mal Daumen drücken für den "Schwarz-Weiß-Grünen VFL", damit das Wunder vom Niederrhein wahr wird!
„Das Niveau in der Zweiten Bundesliga ist ohne Diskussion sehr hoch. Deshalb ist der Unterschied zwischen dem Tabellensechzehnten der Ersten und dem Tabellendritten der Zweiten Liga nicht allzu groß“, sagte der Schweizer in der heutigen Pressekonferenz. Einen genauen Eindruck über die Leistungsstärke der Bochumer konnte Favre am vergangenen Sonntag selbst live miterleben. Favre war beim 3-1 Sieg des "Blauen VFL" Zaungast. Desweiteren bemühte Favre mehrere Videoanalysen zum Zweitligisten, um sich ein Bild der Bochumer machen zu können. „Die Bochumer stehen für mich verdient auf dem Relegationsplatz. Sie spielen meist ein 4-3-3- oder manchmal auch ein 4-3-2-1-System, sind aggressiv und sehr gut organisiert“, so Favre. „Es wartet ein hartes Stück Arbeit auf uns – und das wissen auch die Spieler.“
In den letzten Tagen gab der Trainer ein dosiertes Trainingsprogramm vor und bat seine Mannschaft nur zu zwei leichten Einheiten auf den Trainingsplatz. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Regeneration: „Das HSV-Spiel war sehr kräftezehrend, deshalb war es sehr wichtig, dass wir danach ein wenig regenerieren“. Im nicht-öffentlichen Abschlusstraining am morgigen Mittwoch dürfte der Fokus vor allem auf Standardsituationen liegen.
Was das Personal anbelangt, kann Favre aus dem Vollen schöpfen. Nur bei Igor de Camargo wird es weiterhin nicht für 90 Minuten reichen. „Er ist noch nicht so weit, dass er über 90 Minuten spielen kann, dennoch ist es sehr gut für uns, dass er wieder dabei ist“, sagte Favre.
„Nach dieser verrückten Saison dürfen wir froh sein, dass wir es nun selbst in der Hand haben, in zwei Finalspielen den Verbleib in der Ersten Bundesliga zu sichern“, meinte Sportdirektor Max Eberl. Der Europacup-Modus ist für Favre kein Grund anders spielen zu lassen als zuletzt. „Es sind jetzt 180 oder 210 Minuten und vielleicht ein Elfmeterschießen, die eine Entscheidung bringen werden, sonst ändert sich aber nicht so viel, denn auch in den vergangenen Wochen war der Druck für uns enorm hoch“, so Favre. „Wir müssen Geduld und Ruhe bewahren, und vor allem hinten sicher stehen, denn Bochum schaltet nach Balleroberung schnell um und hat vorne große Qualität.“
Die Relegation wird mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Dabei gilt die aus dem Europacup bekannte Auswärtstorregel, nach der auswärts erzielte Tore mehr zählen als zu Hause erzielte Treffer. Falls im Rückspiel nach 90 Minuten noch keine Entscheidung gefallen ist, gibt es zwei mal 15 Minuten Verlängerung. Steht danach immer noch kein Sieger fest, findet im Anschluss ein Elfmeterschießen statt.
Also noch zwei mal Daumen drücken für den "Schwarz-Weiß-Grünen VFL", damit das Wunder vom Niederrhein wahr wird!
Montag, 16. Mai 2011
Trainingsstart in die Wochen der Entscheidungen
Mit einem dosierten Trainingsprogramm hat Borussias Trainer Lucien Favre heute die neue Woche eingeläutet: Kräfte sammeln, Konzentration halten und weiter aufbauen, den Gegner studieren. So sieht die Vorbereitung auf das Hinspiel in der Relegation am Donnerstag gegen Bochum aus.
Ob Rechtsverteidiger Tony Jantschke das volle Programm mit seinen Team-Kollegen absolvieren kann, ist indes noch offen. Jantschke hat sich im Spiel beim HSV eine Prellung an der Wade zugezogen. Igor de Camargo hat seinen ersten Einsatz nach der Verletzungspause gut überstanden und soll das normale Programm mitmachen. Morgen am Dienstag geht es um 10 Uhr weiter, das Abschlusstraining am Mittwoch findet unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt.
Indes konnte Borussia heute Vormittag das Hinspiel der Relegation als ausverkauft vermelden! Es dauerte nach dem Beginn des freien Vorverkaufs heute Vormittag nur eine Stunde, bis alle 54.057 Tickets abgesetzt waren. „Dass das Spiel so schnell ausverkauft ist, unterstreicht die fantastische Unterstützung, die die Mannschaft in diesen Wochen von unseren Fans bekommt“, so Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers.
Ob Rechtsverteidiger Tony Jantschke das volle Programm mit seinen Team-Kollegen absolvieren kann, ist indes noch offen. Jantschke hat sich im Spiel beim HSV eine Prellung an der Wade zugezogen. Igor de Camargo hat seinen ersten Einsatz nach der Verletzungspause gut überstanden und soll das normale Programm mitmachen. Morgen am Dienstag geht es um 10 Uhr weiter, das Abschlusstraining am Mittwoch findet unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt.
Indes konnte Borussia heute Vormittag das Hinspiel der Relegation als ausverkauft vermelden! Es dauerte nach dem Beginn des freien Vorverkaufs heute Vormittag nur eine Stunde, bis alle 54.057 Tickets abgesetzt waren. „Dass das Spiel so schnell ausverkauft ist, unterstreicht die fantastische Unterstützung, die die Mannschaft in diesen Wochen von unseren Fans bekommt“, so Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers.
Sonntag, 15. Mai 2011
Relegationsplatz gesichert!
Borussia Mönchengladbach rettet sich an einem furiosen letzten Spieltag in die Relegation. In der ausverkauften Arena in Hamburg brachte Juan Arango (41.) Borussia mit einem direkten Freistoß in Führung. Den Ausgleich für den HSV erzielte Änis Ben-Hatira (70.) Durch die zeitgleiche Niederlage der Frankfurter Eintracht in Dortmund (1-3) konnte man mit dem Punktgewinn den 16. Platz festigen. Zum direkten Klassenerhalt reichte es am Ende nicht, da Wolfsburg in Hoffenheim 3-1 triumphierte.
Vor dem Spiel wurden zunächst die Spieler geehrt, die den HSV zum Saisonende verlassen müssen. Ze Roberto, Rost, van Nistelrooy und Trochowski erlebten ihre letzten 90 Minuten in Hamburg. Die Hausherren begannen mit zwei Änderungen im Vergleich zur Vorwoche: Ben-Hatira kehrt für Son zurück in die Startelf und Tesche ersetzte den gelbgesperrten Jarolim im defensiven Mittelfeld. Gladbach begann mit der gleichen Elf, die am vergangenen Spieltag Freiburg mit 2:0 bezwang.
Die Gäste begannen leicht nervös, kamen aber immer wieder gefährlich vor das Tor der Hamburger, da diese in der ersten Hälfte das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen schienen. Der erste richtig gefährliche Vorstoß gelang in der Elften Minute. Idrissou stand knapp im Abseits. Reus brachte den Ball vom rechten Strafraumeck zur Mitte, wo Idrissou ganz allein vor dem Tor stand. Der Kameruner stand aber 50 Zentimeter zu weit vorne und Gräfe pfiff zu Recht ab. Das erste und auch einzige mal das der HSV sich vor dem Tor der Gäste zeigte, war nach etwa 15 Minuten. Der Niederländer Elia hatte 20 Meter vor dem Gladbacher Tor unendlich viel Platz und setzte einen gefählichen Schuss an. Der Ball ging knapp einen Meter am rechten Toreck vorbei. Den hätte ter Stegen wohl nicht halten können. Im weiteren Verlauf verflachte das Spiel immer mehr. Erst kurz vor der Halbzeit setzten die Borussen ein weiteres Ausrufezeichen. Rincon foulte Idrissou in zentraler Position vor dem hamburger Tor. Die Mauer von Rost stand schlecht, Arango erkannte dies und schlug den Ball mit links in die linke untere Ecke. Rost sah dabei nicht gut aus, aber dennoch war es ein stark geschossener Freistoß! Dieses Tor befreite Gladbach zunächst von der Abstiegsangst. So gab es nochmal eine Konterchance für die Gladbacher Borussia. Hanke zog aus gut 20 Metern halbrechte Position ab, der Ball wurde noch abgefälscht und kam gefährlich Richtung kurze Ecke. Rost war aber mit den Fingerspitzen dran und klärte zum Eckball.
In der zweiten Halbzeit kippte das Spiel. Die Hamburger wollten sich noch einmal positiv von ihren Fans in die Sommerpause verabschieden. Hinzu kam, dass die auf der Anzeigetafel eingeblendeten Zwischenstände der Konkurrenz Gladbach zu lähmen schien. Die Hamburger spielten sich immer wieder gefährlich in Strafraumnähe, fanden aber keine Lücken im gladbacher Defensiv-Verbund. Aber mit zunehmender Spieldauer war das Tor für den HSV nur eine Frage der Zeit. In der 71. Minute war es der kurz zuvor eingewechselte van Nistelrooy, der mit einem Heber über ter Stegen fast das Tor erzielte weil Dante schlecht gestanden hatte. Dieser klärte zwar doch noch auf der Torlinie, doch Ben-Hatira entwischte Stranzl und drückte aus einem Meter den Ball ins Tor. Nun begann Gladbach bedenklich zu wackeln. Eine viertel Stunde vor Spielende gab es die große Chance für den HSV. Nach einer Ecke von links kam Tesche zum Kopfball, Reus klärte aber im letzten Moment auf der Linie. Am Ende blieb es aber bei einem gerechten Unentschieden.
"In der erste Halbzeit haben wir gut gespielt, danach wurde es mir ein bisschen zu kompliziert. Es gab auch zu viele Ballverluste. Allerdings muss man auch sehen, dass die Führung für Frankfurt zwischenzeitlich ein harter Schlag war. Ich bin mit unserer Situation nicht unzufrieden, aber natürlich stehen uns jetzt noch zwei schwere Spiele bevor. In der Relegation sehe ich die Chancen jetzt bei 50:50. Der Druck liegt bei uns. Wenn wir so spielen wie heute in der zweiten Halbzeit, kommen wir nicht durch" so Favre nach dem Spiel. Sportdirektor Max Eberl zeigte sich nach dem Spiel sogar etwas enttäuscht: "Ich nehme jetzt keine Glückwünsche an. Wir wollten uns heute direkt Retten, dass haben wir nicht geschafft". Vize-Präsident Rainer Bonhof erinnerte sich an die Situation am Ende der ersten Halbserie: "Wenn du in der Winterpause zehn Punkte hast und dann noch die Relegation schaffst, kannst du nur zufrieden sein."
In der kommenden Woche geht es nun also in die Relegation. Am 19. und 25 Mai gibt es zwei Entscheidungsspiele gegen den dritten der zweiten Bundesliga, VFL Bochum. Borussia hat zuerst Heimrecht.
Vor dem Spiel wurden zunächst die Spieler geehrt, die den HSV zum Saisonende verlassen müssen. Ze Roberto, Rost, van Nistelrooy und Trochowski erlebten ihre letzten 90 Minuten in Hamburg. Die Hausherren begannen mit zwei Änderungen im Vergleich zur Vorwoche: Ben-Hatira kehrt für Son zurück in die Startelf und Tesche ersetzte den gelbgesperrten Jarolim im defensiven Mittelfeld. Gladbach begann mit der gleichen Elf, die am vergangenen Spieltag Freiburg mit 2:0 bezwang.
Die Gäste begannen leicht nervös, kamen aber immer wieder gefährlich vor das Tor der Hamburger, da diese in der ersten Hälfte das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen schienen. Der erste richtig gefährliche Vorstoß gelang in der Elften Minute. Idrissou stand knapp im Abseits. Reus brachte den Ball vom rechten Strafraumeck zur Mitte, wo Idrissou ganz allein vor dem Tor stand. Der Kameruner stand aber 50 Zentimeter zu weit vorne und Gräfe pfiff zu Recht ab. Das erste und auch einzige mal das der HSV sich vor dem Tor der Gäste zeigte, war nach etwa 15 Minuten. Der Niederländer Elia hatte 20 Meter vor dem Gladbacher Tor unendlich viel Platz und setzte einen gefählichen Schuss an. Der Ball ging knapp einen Meter am rechten Toreck vorbei. Den hätte ter Stegen wohl nicht halten können. Im weiteren Verlauf verflachte das Spiel immer mehr. Erst kurz vor der Halbzeit setzten die Borussen ein weiteres Ausrufezeichen. Rincon foulte Idrissou in zentraler Position vor dem hamburger Tor. Die Mauer von Rost stand schlecht, Arango erkannte dies und schlug den Ball mit links in die linke untere Ecke. Rost sah dabei nicht gut aus, aber dennoch war es ein stark geschossener Freistoß! Dieses Tor befreite Gladbach zunächst von der Abstiegsangst. So gab es nochmal eine Konterchance für die Gladbacher Borussia. Hanke zog aus gut 20 Metern halbrechte Position ab, der Ball wurde noch abgefälscht und kam gefährlich Richtung kurze Ecke. Rost war aber mit den Fingerspitzen dran und klärte zum Eckball.
In der zweiten Halbzeit kippte das Spiel. Die Hamburger wollten sich noch einmal positiv von ihren Fans in die Sommerpause verabschieden. Hinzu kam, dass die auf der Anzeigetafel eingeblendeten Zwischenstände der Konkurrenz Gladbach zu lähmen schien. Die Hamburger spielten sich immer wieder gefährlich in Strafraumnähe, fanden aber keine Lücken im gladbacher Defensiv-Verbund. Aber mit zunehmender Spieldauer war das Tor für den HSV nur eine Frage der Zeit. In der 71. Minute war es der kurz zuvor eingewechselte van Nistelrooy, der mit einem Heber über ter Stegen fast das Tor erzielte weil Dante schlecht gestanden hatte. Dieser klärte zwar doch noch auf der Torlinie, doch Ben-Hatira entwischte Stranzl und drückte aus einem Meter den Ball ins Tor. Nun begann Gladbach bedenklich zu wackeln. Eine viertel Stunde vor Spielende gab es die große Chance für den HSV. Nach einer Ecke von links kam Tesche zum Kopfball, Reus klärte aber im letzten Moment auf der Linie. Am Ende blieb es aber bei einem gerechten Unentschieden.
"In der erste Halbzeit haben wir gut gespielt, danach wurde es mir ein bisschen zu kompliziert. Es gab auch zu viele Ballverluste. Allerdings muss man auch sehen, dass die Führung für Frankfurt zwischenzeitlich ein harter Schlag war. Ich bin mit unserer Situation nicht unzufrieden, aber natürlich stehen uns jetzt noch zwei schwere Spiele bevor. In der Relegation sehe ich die Chancen jetzt bei 50:50. Der Druck liegt bei uns. Wenn wir so spielen wie heute in der zweiten Halbzeit, kommen wir nicht durch" so Favre nach dem Spiel. Sportdirektor Max Eberl zeigte sich nach dem Spiel sogar etwas enttäuscht: "Ich nehme jetzt keine Glückwünsche an. Wir wollten uns heute direkt Retten, dass haben wir nicht geschafft". Vize-Präsident Rainer Bonhof erinnerte sich an die Situation am Ende der ersten Halbserie: "Wenn du in der Winterpause zehn Punkte hast und dann noch die Relegation schaffst, kannst du nur zufrieden sein."
In der kommenden Woche geht es nun also in die Relegation. Am 19. und 25 Mai gibt es zwei Entscheidungsspiele gegen den dritten der zweiten Bundesliga, VFL Bochum. Borussia hat zuerst Heimrecht.
Mittwoch, 11. Mai 2011
Süßer die Glocken nie klingen
Über 10 000 Borussia-Fans wollen nach Angaben des Fanprojekts Ihre Fohlen am Samstag ab 15.30 Uhr in Hamburg beim Abstiegs-Endspiel gegen den HSV unterstützen. Zuletzt ging man beim Fanprojekt noch von 6000 bis 8000 Anhängern aus, die in den Norden reisen.
Es gilt, den dritten Abstieg aus der Bundesliga zu vermeiden, und Borussen in ganz Deutschland werden der Elf von Trainer Lucien Favre die Daumen drücken. Schafft Borussia Mönchengladbach bereits in Hamburg das Wunder Klassenerhalt, dann soll es die ganze Stadt wissen. „Wenn das klappt mit dem VfL, dann läuten wieder die Glocken der Citykirche am Alten Markt“, kündigt Wolfgang Funke an, zuständig für das Pastoral in Stadtmitte.
Mike Hanke ist mehr denn je vom Gelingen der Mission Klassenerhalt überzeugt: „Das ist wieder ein Endspiel wie in den letzten Wochen auch. Es geht ums Überleben für den ganzen Verein und auch für uns Spieler. Wir gewinnen 1:0.“ Hoffen wir das er Recht behält!
Es gilt, den dritten Abstieg aus der Bundesliga zu vermeiden, und Borussen in ganz Deutschland werden der Elf von Trainer Lucien Favre die Daumen drücken. Schafft Borussia Mönchengladbach bereits in Hamburg das Wunder Klassenerhalt, dann soll es die ganze Stadt wissen. „Wenn das klappt mit dem VfL, dann läuten wieder die Glocken der Citykirche am Alten Markt“, kündigt Wolfgang Funke an, zuständig für das Pastoral in Stadtmitte.
Mike Hanke ist mehr denn je vom Gelingen der Mission Klassenerhalt überzeugt: „Das ist wieder ein Endspiel wie in den letzten Wochen auch. Es geht ums Überleben für den ganzen Verein und auch für uns Spieler. Wir gewinnen 1:0.“ Hoffen wir das er Recht behält!
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